Rosetta – ESA’s Mission zum Kometen                      67P/Churyumov-Gerasimenko



Was haben wir Neues über die Kometen erfahren und was bedeutet dies für unser Verständnis der Entwicklung unseres Planetensystems?


Am 30 September 2016 wurde die Raumsonde Rosetta auf dem Kometen 67P/ Churyumov-Gerasimenko aufgesetzt, damit endete eine der komplexesten planetaren Missionen, die nach 10 Jahren Reisezeit den Kometen für 2 Jahre auf seiner Bahn im inneren Sonnensystem begleitet und aus nächster Nähe eine überwältigende Fülle von wissenschaftlichen Daten geliefert hatte.
Einer der Höhepunkte der Mission war am 12 November 2014 das Absetzen der Landeeinheit Philae auf der Oberfläche des Kometen.
Der Vortrag wird einen kurzen historischen Überblick über die Erforschung der Kometen durch Raumsonden geben und dann einige ausgewählte Ergebnisse der Rosetta Mission diskutieren.
Die Untersuchung der chemischen Zusammensetzung der lieferte eine Vielzahl von Molekülen bis hin zur Aminosäure Glycin und verschiedene hochkomplexe prae-biotische Moleküle. Eine grosse Überraschung war die Entdeckung von molekularem Sauerstoff im Kometen. Unter anderem konnte festgestellt werden, dass das Wasser auf der Erde und das Wasser auf 67P/C-G nicht die gleiche Zusammensetzung aufweisen. Diese Erkenntnis zerstörte die Hoffnung, dass ein grosser Teil des Wassers auf der Erde durch Kometen zu uns gebracht wurde. Die Daten des Massenspektrometers Rosina geben Hinweise auf mögliche Zusammenhänge zum irdischen Leben. Es wurden Stickstoff, Sauerstoff, Kohlenstoffketten, Methanol und vor allem auch Phosphor entdeckt; Kometen haben u. U. die Zutaten, aus denen sich das Leben entwickeln konnte auf die Erde gebracht. Die Kameras an Bord von Rosetta lieferten Tausende von Bildern mit denen die Struktur der Oberfläche genau untersucht werden konnte. Sie zeigten, dass die Oberfläche des Kometen in verschiedene Regionen eingeteilt werden kann, die sich in ihrer Struktur unterscheiden; aktive Gebiete konnten identifiziert, und Oberflächenprozesse zeitlich verfolgt werden.

Der Vortrag wird versuchen, die neuen Forschungsergebnisse unter dem Aspekt ihrer Bedeutung für das Verständnis der Entwicklung unseres Sonnensystems zu diskutieren. Was haben wir durch Rosetta gelernt, welche Fragen sind nicht beantwortet, welche neuen Fragen sind dazugekommen und was ist die nächste Mission nach Rosetta?

Aktuelles

Donnerstag, 27.11. - 19:00 Uhr im RKM:   Vortrag (Freundeskreis + RKM)

Prof. Dr. Harald Hiesinger     (Planetologie, Univ. Münster)

"Mondmissionen – Historie, Gegenwart und Zukunft"

hh0918 sH. Hiesinger (re) mit Astronaut T. Reiter            (RKM 09/18)

Der Planetengeologe Prof. Dr. Harald Hiesinger, „Deutschlands Mann im Mond“ (Deutsche Welle 16.01.13), kennt den Mond wie kaum ein anderer. Neben seiner Lehrtätigkeit an der Universität Münster ist er wissenschaftlicher Berater der ESA (European Space Agency) und wirkte u. a. bei der Lunar Reconaissance Orbiter Mission (LROC) der NASA mit, die hochauflösende Aufnahmen der gesamten Mondoberfläche lieferte. Im Rieskratermuseum gibt er einen Überblick über vergangene und in Planung befindliche Mondmissionen.

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ESA-Astronauten im Ries
In der Woche vom 2.-7. September hatten RiesKraterMuseum und ZERIN Astronauten und Fachleute der ESA (European Space Agency) und ihre Instruktoren zu Besuch.
Der Rieskrater war die erste Station im Rahmen des Trainingsprogrammes "PANGAEA 2018" in der Astronauten  geowissenschaftliche Grundlagen sowie Denk- und Arbeitsweisen von Geologen und Planetologen nähergebracht werden.
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Mehr:

https://www.esa.int/Our_Activities/Human_Spaceflight/Caves/What_is_Pangaea

http://blogs.esa.int/caves/category/pangaea/

 

Aktuelle Sonderausstellung               (noch bis zum 10.03.2019)

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Strahlenkegel – Signaturen der Katastrophe

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